Aktuelle Themen am 26.04.2017
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VR-Bank Rhein-Sieg lud zum Private Banking Forum

Erstmals lud die VR-Bank Rhein-Sieg zu einem Anlegerforum in die Troisdorfer Stadthalle ein. Dr. Martin Schilling, Vorstandsvorsitzender, freute sich über die große Resonanz auf die Einladung und begründete dies zum einen mit den attraktiven Gastrednern, zum anderen aber auch mit der Notwendigkeit des Umdenkens bei der Geldanlage, will man heute den Wert seines Vermögens zumindest halten.


Gruppenfoto ( v. l.): Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Schilling, Direktor Marc Weinrebe, Fondsmanager Ingo Speich, Journalist Markus Gürne, Vorstandsmitglied Holger Hürten sowie die Generalbevollmächtigten Ralf Löbach und André Schmeis.

Fast 700 Gäste wollten es sich nicht entgehen lassen, zunächst die Sichtweise von Markus Gürne auf Europa zu hören. Unter dem Thema „Zeitenwende – Europas Rolle in einer veränderten Welt“ erläuterte der Journalist und Fernsehmoderator, bekannt unter anderem auch aus der ARD mit der Live-Schaltung zur Frankfurter Börse bei „Börse vor acht“, wie sich die Kräfteverhältnisse in der globalen Welt verändert haben. Anhand einer Weltkarte verdeutlichte der ehemalige Auslandskorrespondent für Südasien und spätere Krisen- und Kriegsreporter, der in vielen Staaten der arabischen Welt beruflich unterwegs war, wie eingekesselt und optisch klein sich der europäische Kontinent präsentiert.

Er sieht die größte Herausforderung für Europa darin, sich wieder zu stabilisieren und nicht weiter auseinander zu driften. Als künftige Weltmächte prognostizierte er China vor Indien, den Vereinigten Staaten und Russland. In Bezug auf die Geldanlage wird die globale Welt demnach einen immer höheren Stellenwert einnehmen.

„Am 8. August 2016 war es so weit: Die Weltbevölkerung hatte für 2016 alles gegessen, verbraucht und verschmutzt, was die Erde in einem Jahr zur Verfügung stellen kann. Was die Umwelt angeht, lebt die Menschheit sozusagen auf Pump. Damit belasten wir unsere Nachkommen, zum Beispiel mit Konsequenzen wie Hungersnöten, Dürren, Hochwasser und Klimawandel“, begann Ingo Speich, Fondsmanager von Union Investment, sein Ausführungen. Als Leiter Nachhaltigkeit und Engagement ist er für nachhaltige Investments, Corporate Governance und aktives Aktionärstum zuständig.

Er appellierte an die Anleger sich bei Ihrem Anlageverhalten auch der wirtschaftlichen Konsequenzen bewusst zu sein. Der Fondsmanager ist davon überzeugt, dass Unternehmen, die sich nicht auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der aufkommenden Probleme vorbereiten, langfristig nicht bestehen werden können.

Alternative Anlageformen als Lösung für Vermögensverlust

Daher bietet der genossenschaftliche Fondspartner Union Investment dafür schon seit mehr als 20 Jahren Lösungen an. Ingo Speich: „Bei der Auswahl der Unternehmen stellen strenge Ausschlusskriterien die wichtigste Hürde dar. Unternehmen,  die Kinderarbeit zulassen, Menschenrechte verletzen, Streubomben oder Landminen produzieren oder Tierversuche für kosmetische Zwecke praktizieren, werden grundsätzlich ausgeschlossen.

Auch globale Erwärmung und Klimaschutz sind Themen, die sich bei uns durch das gesamte Portfoliomanagement ziehen und extrem wichtig sind. Wir versuchen, so vorausschauend wie möglich zu agieren. Der Wandel wird alle Bereiche der Gesellschaft, der Politik und der Wirtschaft erfassen. Das bedeutet auch: Die Klimaschutzziele betreffen jede Assetklasse.“

Abschließend stellte Marc Weinrebe, Direktor Private Banking bei der VR-Bank Rhein-Sieg, die etwas andere Philosophie des genossenschaftlichen Private Bankings vor. Der persönliche Kundenbetreuer als Zuhörer, Wertevermittler und Berater steht dabei im Fokus. Den Kundinnen und Kunden gab er den Rat mit auf den Weg, ihre Einstellung für alternative Anlagemöglichkeiten zu öffnen, denn mit klassischen Bankprodukten ist aktuell kein Inflationsausgleich mehr zu erreichen. „Ohne Beimischung von Sachwerten zum Beispiel in Form von Immobilien- oder Aktienanlagen sind keine Erträge mehr möglich.“, erklärt Marc Weinrebe.