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01.01.2011

Berlin hat viel zu bieten: Theater, die Knef und Udo Walz


René Koch, Berliner Visagist, und Hilde Knef

Hildegard Knef ist in Berlin noch immer präsent

"Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen, und dein Mund ist viel zu groß, dein Silberblick ist unverdrossen, doch nie sagst du: ‚Was mach' ich bloß?‘", so beginnt Hildegard Knefs Hommage auf die Stadt, in der die begnadete Schauspielerin, Sängerin und Buchautorin viele Jahre verbrachte und in der sie am 1. Februar 2002 starb. Am 28. Dezember wäre Hildegard Knef 85 Jahre alt geworden. Zuletzt hatte sie in einer 14-Zimmer-Villa in der Bettinastr. 12 gewohnt, wo heute eine Einrichtung für suchtkranke Frauen untergebracht ist. Direkt nebenan befindet sich das Schlosshotel "Vier Jahreszeiten", in dem die Knef häufig ihren Tee trank. Hildegard Knef ist in Berlin nach wie vor präsent, und an Jahrestagen, wie dem jetzt 9. Todestag wird ihrer in Berlin gedacht. Am 10. September 2010 erhielt sie übrigens einen Stern auf dem Boulevard der Stars. Obwohl mit Auszeichnungen und Preisen zu ihren Lebzeiten verwöhnt, hätte sie sich darüber doch sehr gefreut. Schon 2007 wurde der westliche Vorplatz des Fernbahnhofs Berlin-Südkreuz zum Hildegard-Knef-Platz ernannt, weil die Knef in Schöneberg ihre Jugendzeit verbracht hatte. Begraben ist sie auf dem Waldfriedhof Berlin-Zehlendorf.

Der Berliner Visagist René Koch, der die Diva über Jahrzehnte geschminkt hatte, las am 1. Februar im Rahmen einer kleinen Feier aus Knefs Briefen vor, die ihm die Diva aus Los Angeles, Paris oder London geschrieben hatte. Dazu sang Peter Katzmann unvergessliche Knef-Songs. Soeben erschien bei dem, in Berlin ansässigen Universal Music Deutschland, eine neue Zusammenstellung von swingenden Titeln in der Serie "Glanzlichter", die wieder eine andere Seite Knefs zeigen. Ein verschollen geglaubter Spielfilm des Regisseurs Willi Forst mit dem Titel "Es geschehen noch Wunder" aus dem Jahr 1951 wurde im Amsterdamer Filmmuseum entdeckt und soll nach Klärung der Rechte auf DVD erscheinen.

In Berlin haben viele Diven gelebt. Wer sich für diese glamourösen Frauen interessiert, kann eine "Diven-Tour" buchen. Bei dieser Tour in einem komfortablen Wagen erfährt man, wo Zarah Leander ihre rauschenden Feste feierte, Brigitte Horney sich mit Curd Jürgens eine Villa teilte, Romy Schneider ihre schönste Zeit verbrachte und wo Hilde Knef Höhen und Tiefen durchlebte. Maximal 7 Personen können an der Führung der Reiseleiterin Birgit Wetzig-Zalkind teilnehmen und all diese geschichtsträchtigen Orte besuchen. Infos über diese Tour gibt es unter: www.sta-tours.de.