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01.01.2011

Die Bonner Rotarier wurden 60


von links: Präsident Dr. Christian Patermann und Birgit Patermann, sowie Dr. Marina Schlieper und Governor Dr. Klaus Mellinghoff

Jubiläum: 60. Jahresfeier der Gründung des Rotary Club Bonns – Über 200 Gäste beim Festakt im Kameha Grandhotel Bonn

Am 4. November 1950 wurde er vom „Rotary Club Köln am Rhein“ gegründet und am 22. Januar 1951 mit der Charterkunde ausgezeichnet: der Rotary Club Bonn.

Genau auf den Tag 60 Jahre später wurde Jubiläum gefeiert. Über 200 Gäste konnte Präsident Dr. Christian Patermann zum Festakt im Kameha Grandhotel Bonn begrüssen, darunter Altbundespräsident Dr. Horst Köhler, der – als Clubmitglied aus früheren Bonner Zeiten – mit seiner Gattin nach Bonn gekommen war. Weitere Ehrengäste:  Bonns Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch sowie zahlreiche Präsidentinnen und Präsidenten von Rotary Clubs aus Bonn, Köln und Umgebung und der Partnerclubs aus Straßburg und Utrecht-West.

Der Festvortrag kam aus den eigenen Reihen: René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG, sprach über Chancen und Herausforderungen einer vernetzten Welt.

Die Grußworte der rotarischen Ehrengäste waren erfrischend humorvoll sowie von  Freundschaft und Respekt getragen. Der ranghöchste Rotary-Vertreter des Distrikts Governor Dr. Klaus Mellinghoff hob in seiner Ansprache die hohe Verantwortung der Bonner ganz im Sinne des RC-Leitbildes  „Service above self“ hervor.

Präsident Patermann zog eine eindrucksvolle Bilanz der letzten 10 Jahre seit der 50-Jahr-Feier im Jahr 2001, die vom Wandel Bonns als Bundeshauptstadt zur heutigen Bundesstadt geprägt gewesen seien.  Diese Entwicklung zeige sich auch in der Veränderung des Profils des Clubs mit heute 127 Mitgliedern und damit mitgliederstärksten in Nordrhein-Westfalen.

„Im Rahmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung hat der Club in den vergangenen zehn Jahren Geld- und Sachspenden im Wert von etwa einer halben Million Euro aufgebracht. 40 Prozent davon sind allein in die Jugendarbeit eingeflossen“, so Patermann. Einer der Schwerpunkte: der  regelmäßige Schüleraustausch für junge Menschen aus Deutschland, Brasilien, Mexico, Kanada und den USA.  Auch soziale Brennpunkte werden unterstützt. Namhafte Beträge kamen kultureller Förderung zugute. So wurde der Erwerb von Beethovens Diabelli-Schriften durch das Archiv des Beethovenhauses, über den KABINETT ausführlich berichtet hat, von den Rotariern mitgetragen. Die jährliche Seniorenfahrt auf dem Rhein erfreut sich großer Beliebtheit.

Als Sonderspende in diesem Jahr unterstützt der Rotary Club Bonn mit 7000 Euro das Kinderneurologische Zentrum der LVR-Klinik Bonn, das eine Leseecke und eine Fahrradwerkstatt erhalten soll. Außerdem engagieren sich die Rotarier mit 3000 Euro für eine deutsch-polnische Schule in Raschau bei Oppeln beim Ankauf eines Schulbusses.

Der Blick zurück war das eine, der Blick nach vorn das andere. Für die Zukunft ist der Club gut gerüstet, so Präsident Patermann. Auch das rotarische Leben bleibe von der demografischen Entwicklung, berufsbedingter Fluktuation der Mitglieder und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht verschont. Deshalb soll der  jüngst gegründete „Club von Morgen“, eine Arbeitsgruppe älterer und jüngerer Rotarier,  sich diesen Fragen und ihren Auswirkungen auf die Gesellschaft widmen. Tradition und Bewährtes, die Verbundenheit zu Bonn und der Region sollen erhalten bleiben, ohne dass man die Augen vor den vielfältigen Herausforderungen der Zukunft verschließt.

www.rotary1810.de/bonn