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Essen mit Seele …

… oder Klasse statt Masse; regional und saisonal, innovativ und kreativ: Alles treffende Bezeichnungen für den kleinen Feinkostbetrieb „FinEssen“, der im Herzen der Eupener Oberstadt den Gaumen mit Mittagstisch, Catering, kulinarischen Geschenken und als Traiteur erfreut. Genusswochen gibt es hier das ganze Jahr über – sie sind gleichermaßen Philosophie und Programm.


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„O-Genusswochen“ bis 25. Oktober: Mit Leib und Seele bekennen sich Nadime und Dominique Keutgen im Eupener „FinEssen“ auch darüber hinaus zu regionalen Produkten „Made in Ostbelgien“. © Frank Fäller

Belgien ist bekannt als ein Schlemmerland. Doch muss man nicht bis in die großen Städte wie Brüssel oder Antwerpen fahren, um sich belgischen Köstlichkeiten hinzugeben. Nur wenige Minuten von  Aachen entfernt, beginnt in der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) Belgiens eine Region der guten Küche. Das Label „Made in Ostbelgien“ fördert hier Produzenten und Gastronomen mit den „O-Genusswochen 2015“, die noch bis zum 25. Oktober mit verschiedenen Angeboten laufen (siehe untenstehende Internetadressen). Viele Restaurants bieten zu dieser Zeit besondere Menüs an. Ein Ausflugstipp!

 

Frische, Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit zählen

„Wir wollen vor allem aus dem was unsere Region bietet besondere Produkte machen“, unterstreichen Nadima und Dominique Keutgen. Als sie vor rund zwei Jahren zum ersten Mal von der Idee einer Dachmarke „Made in Ostbelgien“ hörten, wussten sie, dass sie nach vielen Jahren gastronomischer Erfahrung ihren Traum würden umsetzen können. Frische, Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit – das waren und sind wichtige Markenkriterien, mit denen sie sich identifizieren wollen.

Qualität und Frische sind bei den regionalen Köstlichkeiten Trumpf.  Aber auch das Auge isst mit. © Frank Fäller

Für ihre Speisen verwenden sie nach Verfügbarkeit ausschließlich Produkte aus biologischem Anbau und aus der Region. Darüber hinaus gibt es hochwertige Öle, Chutneys oder Konfitüren, die mit heimischem Obst und Gemüse wie Äpfel, Holunder, Brombeeren oder Kürbissen hergestellt und verfeinert werden. „De la terre à la table – natürlich genießen“, so beschreiben die Eheleute selbst ihre Auffassung von gutem Essen (mit Seele).

Regionaler Genuss bedeutet auch, nicht nur ein Stück Heimat zu erfahren, sondern auch eine Art Genuss-Botschafter sein zu können. „Wenn ich ein Produkt aus meiner Heimat auf Reisen verschenke, sage ich gleichzeitig, bei mir bist du willkommen“, betont Dominique Keutgen und ist außerdem überzeugt, „dass eine hiesige Forelle doch besser schmeckt, weil sie frisch und aus der Region ist.“ Kurze Wege, langer Genuss – ein weiteres Kennzeichen für das Label.

Mehr als Schokolade, Bier und Gebäck

Inzwischen ist „FinEssen“ zu einer festen Einrichtung des guten Geschmacks geworden. Zahlreiche Produkte „Made in Ostbelgien“ werden liebevoll präsentiert, darunter Schokolade, Bier und Gebäck. Die Präsentkörbe sind begehrt bei Privatkunden wie auch zunehmend bei Firmen – über die Grenzen der DG hinweg. „Wir spüren einen positiven Trend bei unseren Kunden, die unverwechselbare, regionaltypische Produkte hoher Qualität zu schätzen wissen“, freut sich Nadima Keutgen über das erfolgreiche Konzept.


Spitzenprodukt aus der Region: Schokoladenträume von Belgian Chocolate Design … © Frank Fäller

Das lässt auch Raum für kreative Ideen, die Gatte Dominique beschäftigen. Derzeit entstehe eine feine Pastete, verrät er. Das Fleisch liefert ein heimischer Metzger, die Äpfel kommen aus der Region. Dazu kommen Trüffel, die zwar hier nicht wachsen, aber immerhin von einem Industriellen aus der DG geliefert werden. So etwas nennt man: Win-win-Situation.

(Frank Fäller)

http://www.o-genuss.be
http://www.madeinostbelgien.be