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„Vom Rhein zur Universität“ Marco Di Piazzas Skulpturen stimmen auf 200-jähriges Uni-Jubiläum ein

Die Universität Bonn feiert 2018 ihr 200-jähriges Bestehen. Mit seinem Skulpturen-Parcours „Dal Reno all’Università“ („Vom Rhein zur Universität“) stimmt der in Bonn lebende italienische Künstler Marco Di Piazza auf das Ereignis ein. Sieben Großskulpturen sind ein halbes Jahr lang entlang der Achse Rhein-Hofgarten-Poppelsdorfer Allee zu sehen.


Marco Di Piazza legt beim Aufstellen seiner Werke persönlich Hand an. Hier wir die Skulptur „Tanz im Kreis“ auf dem Regina-Pacis-Weg vor dem Uni-Hauptgebäude installiert

Marco Di Piazza legt beim Aufstellen seiner Werke persönlich Hand an. Hier wir die Skulptur „Tanz im Kreis“ auf dem Regina-Pacis-Weg vor dem Uni-Hauptgebäude installiert

Die metergroßen organisch wirkenden Skulpturen Marco Di Piazzas strahlen eine besondere Leichtigkeit aus, die im Gegensatz zu ihrem metallenen Materialsteht. Zusammen mit ihren metallenen Sockeln überragen die sieben Kunstgebilde aus Edelstahl ihre Standorte und sind weithin sichtbar. Ab Anfang April werden die Kunstwerke auf einem rund zwei Kilometer langen Parcours zu sehen sein, der vom Rheinufer am Alten Zoll über den Hofgarten bis ans westliche Ende der Poppelsdorfer Allee reichen. Als Standorte hat der italienische Künstler bewusst die Dreh- und Angelpunkte der Bonner Stadtgeschichte gewählt.
 
Die Schau stimmt auf das bevorstehende 200-jährige Bestehen der Universität Bonn ein. Gemeinsam mit Universitätskanzler Dr. Reinhardt Lutz hat Marco Di Piazza die Skulpturen-Ausstellung initiiert. Der Bildhauer nimmt mit seinen Werken Werte und Themen in den Blick, die der Universität Bonn seit jeher eigen sind: Rhein, Universität und Stadt stehen dabei in einer besonderen, einzigartigen und für den Ort prägenden Beziehung. Die Exponate reihen sich entlang der historischen „Bonner Achse“ vom Rhein bis zum Ensemble des Poppelsdorfer Schlosses und der Botanischen Gärten auf und betonen damit die öffentlichen Plätze und Gebäude, die in der Stadtentwicklung von der kurfürstlichen Residenz zur modernen Universitäts- und Bundesstadt stets eine verbindende Rolle gespielt haben.
 
Ende März waren die Skulpturen an den Standorten Rheinufer, Regina-Pacis-Weg/Hofgarten, Akademisches Kunstmuseum, Brunnen am Kaiserplatz/Busbahnhof, Poppelsdorfer Allee/Bonner Talweg, Poppelsdorfer Schloss aufgestellt worden. Eine weitere Di Piazza-Skulptur ist im Rosenhof des Universitäts-Hauptgebäudes zu sehen (Eingang Kaiserplatz-Flügel /Universitätsmuseum) und wird von einer Ausstellung über deren Entstehungsgeschichte im Rahmen eines Lehrprojekts an der Grundschule in Bonn-Holzlar begleitet.
 
Das Projekt wird unterstützt von der Firma Forster Garten- und Landschaftsbau, der Universitätsgesellschaft Bonn, dem italienischen Generalkonsulat in Köln und dem Italienischen Kulturinstitut Köln.