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Köln spendet für Sanierung der Geburtskirche in Bethlehem

Als weltweit erste Stadt hat Köln für die Sanierung der Geburtskirche in Bethlehem - seit 1996 Kölner Partnerstadt - Spenden gesammelt. Oberbürgermeisterin Henriette Reker übergab Bürgermeisterin Vera Baboun kürzlich bei einem Empfang im Bethlehemer Rathaus einen Scheck über 66.000 Euro.


Frieden, Liebe, Hoffnung. Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker übergibt in Bethlehem einen Spendenscheck an Bürgermeisterin Vera Baboun und Minister Ziad Al Bandak. ©Stadt Köln

Reker betonte: „Der Kölner Dom wurde errichtet, um die Gebeine der Heiligen Drei Könige zu beherbergen, die Jesus kurz nach seiner Geburt in Bethlehem besucht haben. Seit Jahrhunderten pilgern Menschen aus aller Welt nach Köln, um beides zu sehen. Dieser Tatsache verdankt unsere Stadt nicht nur ihren kulturellen Reichtum, sondern auch ihren wirtschaftlichen Wohlstand. Als kleines Zeichen der Dankbarkeit haben wir in Köln die Spendenkampagne für die Sanierung der Geburtskirche gestartet. Ich hoffe, dass die anderen Partnerstädte Bethlehems diesem Beispiel folgen werden.“

Auch Cent Beträge lohnen: Beschäftigte der Stadtverwaltung Köln spenden

Zwei weitere Spendenschecks über jeweils 5.000 Euro überreichte Reker an Baboun für das „Guidance and Training Center for the child and family“ – die einzige auf kriegstrau-matisierte und psychisch erkrankte Kinder und Familien spezialisierte Ambulanz im Westjordanland – und das „Ghirass Cultural Center“, das Kindern und Jugendlichen aus Bethlehem und Umgebung einen sicheren, geschützten Ort zum Lernen und Spielen bietet. Die Unterstützung der beiden Zentren erfolgt aus dem Erlös der „ProCent-Aktion“, für die viele Beschäftigte der Stadtverwaltung Köln monatlich von ihrem Gehalt die Cent Beträge hinter dem Komma spenden.

Interkommunales Tourismusbüro der Partnerstädte

Köln und Bethlehem eröffneten gemeinsam mit den Bethlehemer Nachbarkommunen ein interkommunales Tourismusbüro, das die Stadt Köln zusammen mit Bergisch Gladbach, Jena und Xanten, den deutschen Partnerstädten der direkt an Bethlehem angrenzenden Städte Beit Jala und Beit Sahour, mit Mitteln der deutschen Entwicklungszusammenarbeit finanziell unterstützt.