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Jazztime im Beethoven Haus

Wie in jedem Jahr zur Adventszeit hatte Juwelier Jannis Vassiliou zum Konzert im Beethoven Kammermusiksaal geladen. Und der war bis auf den letzten Platz gefüllt.


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Wunderbar: „Es ging mit mir durch“, sagte ein Besucher nach dem Jazzabend mit Peter Matern (Saxophon) und Sebastian Sternal (Piano). Jannis Vassiliou hatte zum musikalischen Highlight eingeladen (v.r.). © Manfred Knopp

Nach mehreren Klassikkonzerten war dieses 15. ein Jazzkonzert. Perfekt und nuanciert, faszinierend und technisch brillant begeisterten Saxophonist Peter Materna und  Pianist  Sebastian Sternal das Publikum.  Peter Materna ist uns Bonnern wohlbekannt als künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des „Jazzfest Bonn“. Sebastian Sternal, einer der fünf besten Jazzpianisten Europas, hat sich bereits den Traum vom eigenen kleinen Symphonieorchester erfüllt.

Mit seiner elfköpfigen Combo vereint er Musiker aus Klassik und Jazz und verbindet somit Improvisationskultur  mit Interpretations- und Klangkultur. Von Peter Materna spricht man als „the voice of saxophone“. Ihm gelang es, das Jazzfest Bonn zu einer echten „Marke“ im Bonner Konzertleben zu machen. Für ihn besteht Jazz aus Magie im Überraschungsmoment; denn im Jazz ist nichts festgelegt. Es gibt praktisch keine musikalischen Grenzen. Und somit wartet das Publikum auf die Überraschung, das Unerwartete.

Es war einer dieser Abende, wo alles passte: Ein Musikerlebnis von besonderer Intensität. Noch lange danach unterhielten sich die Zuhörer beim traditionellen anschließenden Sektempfang darüber.  Unter ihnen der Bonner Oberbürgermeister  Ashok Sridharan mit Gattin, Philipp Heyen, Ehren-Bürgermeister und Kulturbeauftragter der Stadt Antwerpen, Peter Schöner, Präsident des Europäischen Sozialpreises aus Aachen, Diethelm Doll und die Honorarkonsulin Bettina Adenauer-Bieberstein aus Köln.