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Wertvolle Impulse für den Kölner Norden

Den Landeswettbewerb „Neues Wohnen in Chorweiler Nord“ hat das junge Architekturbüro „Querfeld eins“ aus Dresden für sich entscheiden können. Die Preise wurden jetzt in Köln übergeben. Nun soll auch gebaut werden.


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Preisverleihung „Neues Wohnen in Chorweiler Nord“: (v. li.) Michael von der Mühlen (Staatssekretär NRW-Bauministerium), Ernst Uhing (Präsident Architektenkammer NRW), Kathrin Möller (GAG-Vorstandsmitglied), Annegret Stöcker und Daniel Stöcker-Fischer (Querfeld eins, Dresden; 1. Preis), Prof. Thomas Zimmermann (raum-z architekten, Frankfurt; 2. Preis) und Prof. Ludwig Wappner (Juryvorsitzender). ©Thilo Schmülgen / GAG

Beim Wettbewerb des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW hatte sich die Jury für den Entwurf der Planer aus der sächsischen Landeshauptstadt entschieden. Neben dem Ministerium war die Stadt Köln als Mitausrichterin beteiligt, die GAG Immobilien AG als Bauherrin und Ausloberin des Wettbewerbs will den Entwurf umsetzen. Begleitet wurde das Wettbewerbsverfahren von der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen (AKNW) als regelmäßige Kooperationspartnerin bei den Landeswettbewerben.

Auf dem ca. 16.000 qm großen Areal an der Swinestraße, nördlich der Freien Waldorfschule, sollen rund 250 neue Wohnungen in unterschiedlichen Größen entstehen, etwa 60 Prozent davon durch das Bauministerium gefördert. Ein Teil der geförderten Wohnungen ist für Flüchtlinge vorgesehen. Dazu kommt noch eine Wohngruppe für pflegebedürftige Menschen mit zwölf Plätzen. „Ich freue mich, dass ein junges Büro diesen Wettbewerb mit einer solch überzeugenden Leistung für sich entscheiden konnte“, erklärte Michael von der Mühlen, Staatssekretär im NRW-Bauministerium, bei der Preisübergabe.

 Wohnungsbau: eine „zentrale Aufgabe für die Stadt“

 Die Bebauung ist vier- bis sechsgeschossig geplant, Freiräume mit Mietergärten und Spielplätzen sowie Stellplätze oberirdisch und in einer Tiefgarage gehören ebenfalls zum Entwurf. Zentrales Element ist ein in Ost-West-Richtung verlaufender Anger als öffentliche Grünfläche, die die beiden hofartigen Gebäude im Norden mit der Zeilenbebauung im Süden verbindet. In den Höfen selbst sind die Mietergärten der Erdgeschosswohnungen sowie Gemeinschaftsgärten und Kleinkinderspielplätze vorgesehen. „Ein überzeugender Entwurf, der unsere Ziele, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und unsere vorhandenen Bestände im Chorweiler Norden attraktiv und sinnvoll zu ergänzen, bestens erfüllt“, sagte GAG-Vorstandsmitglied Kathrin Möller über das Wettbewerbsergebnis.

 Insgesamt 24 Wettbewerbsbeiträge wurden für den Landeswettbewerb eingereicht. Der Siegerentwurf soll nun Grundlage für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan sein. Mit den Bauarbeiten soll dann möglichst 2017 begonnen werden. Kölns Baudezernent Franz-Josef Höing erklärte auf der Preisverleihung, der Wohnungsbau in großem Maßstab sei in den kommenden Jahren eine „zentrale Aufgabe für die Stadt“. Das Ergebnis des Landeswettbewerbs 2015 sei dazu ein wichtiger Baustein und könne wertvolle Impulse geben.