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Köln als „Landungsbrücke“ für israelische Unternehmen

Köln und Tel Aviv wollen in Zukunft noch enger als bislang zusammenarbeiten. Das haben Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Ron Huldai, Oberbürgermeister von Kölns israelischer Partnerstadt Tel Aviv, vereinbart.


Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und der Oberbürgermeister von Tel Aviv Ron Huldai schmieden gemeinsame Pläne. © Stadt Köln

Bei ihrem ersten Zusammentreffen am 20. Februar im Rathaus von Tel Aviv stellten sie fest, dass es eine ganze Reihe von Herausforderungen gebe, die in beiden Städten sehr ähnlich seien – so beispielsweise die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum und einem bedarfsgerechten Angebot an Plätzen in Kindergärten und Schulen, aber auch die Erarbeitung zukunftsfähiger Verkehrskonzepte.

Ein Schwerpunkt des ersten Tel Aviv-Besuchs von Oberbürgermeisterin Henriette Reker lag auf einer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Köln und Tel Aviv. Kölns Partnerstadt hat sich in den letzten Jahren zur weltweit stärksten digitalen Startup- und TechGründer-Szene außerhalb des Silicon Valley in den USA entwickelt. Henriette Reker, Roland Berger, Leiter der Stabsstelle für Medien- und Internetwirtschaft, und die mitgereisten Kölner Wirtschaftsvertreter loteten bei einem Treffen mit dem Geschäftsführer der Israelisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer und der Deutsch-Israelischen Wirtschaftsvereinigung, Grisha Alroi-Arloser, sowie bei Startup-Präsentationen und Gesprächen mit Vertretern des erfolgreichen Innovationszentrums SOSA und israelischen Unternehmern Möglichkeiten von Kooperationen zwischen den Städten Köln und Tel Aviv sowie den jeweils dort ansässigen Unternehmen aus. Reker kündigte an, die notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich Köln für israelische Unternehmen, die Zugang zum europäischen Markt suchen, als attraktive „Landungsbrücke" erweise.

OB Reker und OB Huldai fördern Kindergärten und Schulen

Ron Huldai betonte: „Ich bin ein großer Freund davon, dass man gute Lösungen voneinander abguckt, statt für alles selbst einen Weg finden zu wollen.“ Auch Henriette Reker bekräftigte, dass ihre Stadt großes Interesse habe, den Austausch mit Tel Aviv zu vertiefen und auf weitere Themenfelder auszudehnen. Sie lud Huldai zu einem baldigen Gegenbesuch ein, den er spontan zusagte.

Kölns OB Henriette Reker und die Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins, Monika Möller, übergeben eine Spende an die Leiterin des Kölner Friedenskindergartens.  © Stadt Köln