Nachrichten > Gesellschaft

Europas modernstes kommunales Archiv entsteht

Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat kürzlich, im Beisein von vielen Gästen, den Grundstein gelegt für das neue Historische Archiv und das Rheinische Bildarchiv am Kölner Eifelwall.


Außenansicht: So soll der Archiv-Neubau voraussichtlich im März 2020 aussehen. © Waechter + Waechter Architekten

Daran beteiligt waren auch Prof. Dipl.-Ing. M. Arch. Felix Waechter, Sybille Waech- ter, Dezernentin für Kunst und Kultur Susanne Laugwitz-Aulbach, Dezernent für Stadtentwicklung, Planen und Bauen Franz-Josef Höing, die Geschäftsführende Betriebsleiterin der Gebäudewirtschaft Petra Rinnenburger, Rheinisches Bildarchiv- Leiterin Johanna Gummlich, die Leitende Archivdirektorin Dr. Bettina Schmidt-Czaia, Burkhard von der Mühlen (Vorsitzender der Freunde des Historischen Archivs), Konrad Adenauer (Vorsitzender der Stiftung Stadtgedächtnis), Dr. Frank Bischoff (Vorsitzender des Fachbeirates Wiederaufbau des Historischen Archivs) und Stephan Neuhoff, als ehemaliger Chef der Berufsfeuerwehr Köln und damaliger Leiter der Einsturzstelle am Waidmarkt stellvertretend für alle hauptberuflichen und ehrenamtlichen Helfer, die zur Bergung der Archivalien beigetragen haben. 

Die Stadt Köln errichtet am Eifelwall Europas modernstes kommunales Archiv. In dem künftigen Neubau werden das Historische Archiv und das Rheinische Bildarchiv erstmals in ihrer Geschichte zusammengeführt. Auf einer Gesamtfläche von etwa 20.300 Quadratmetern stehen rund 58 Regalkilometer und 460 Planschränke für das Archivgut zur Verfügung. Das Rheinische Bildarchiv bekommt weitere 2,2 Regalkilometer Lagerfläche.

Archiv-Neubau soll rund 80,5 Millionen Euro kosten

Das neue Archiv wird nach den Plänen des Architekturbüros Waechter + Waechter Architekten ein einladendes und offenes Haus, das gleichzeitig rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hochfunktionale Arbeitsplätze bietet. Im Lesesaal stehen 45 Plätze für die Arbeit mit Archivgut zur Verfügung. Die Kosten für den Archiv-Neubau betragen voraussichtlich 80,5 Millionen Euro. Mit der Fertigstellung wird für März 2020 gerechnet. Bauherr ist die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln.

 Am 3. März 2009 war das Gebäude des Historischen Archivs an der Severinstraße vermutlich im Zusammenhang mit Bauarbeiten an einem unterirdischen Wechselgleisbauwerk zusammengestürzt. Zwei Menschen aus benachbarten Wohnhäusern verloren ihr Leben. Unbewohnbar gewordene Wohnhäuser erforderten Umzüge von Familien, Schulunterricht musste in Ausweichquartiere wechseln.

In einer beispiellosen Aktion, unterstützt von hunderten ehrenamtlich Tätigen, konnten rund 95 Prozent des Archivbestandes durch die Feuerwehren, Hilfsorganisationen und das Technische Hilfswerk geborgen werden und werden derzeit restauratorisch gesichert und archivarisch wieder geordnet. Die Wiederaufbauleistung des Historischen Archives wird von verschiedenen bürgerschaftlichen Vereinen unterstützt, dem Verein Freunde des Historischen Archivs mit ihrem Vorsitzenden Burkhard von der Mühlen und der Stiftung Stadtgedächtnis mit ihrem Vorsitzenden Konrad Adenauer.